Mit einem Treppenlift kann man das eigene Zuhause im Handumdrehen barrierefrei gestalten. So müssen körperliche Beeinträchtigungen, Krankheit oder ein Unfall kein Grund für einen Umzug in eine andere Wohnung sein. Verschiedene Modelle und Typen bieten eine große Auswahl, um den richtigen Treppenlift passend zu den eigenen Anforderungen zu finden: Ob Sitzlift, Stehlift, Plattformlift oder Hublift, nahezu überall lässt sich ein Treppenlift einbauen. Dabei machen Zuschüsse und Investitionskredite die Barrierefreiheit auch für den schmalen Geldbeutel erschwinglich. Mit Treppenliften von unseren lokalen Partnern sichern Sie sich auf Knopfdruck mehr Lebensqualität!
Das Funktionsprinzip des Treppenlifts ist simpel: Der Lift selbst fährt als Transporteinheit entlang eines Schienensystems von einem Stockwerk ins andere. Angetrieben wird der Lift mit einem starken Akkumotor. Dabei können moderne Treppenliftmotoren Distanzen von bis zu sieben Stockwerken überwinden, ohne an Leistung zu verlieren. Der Treppenlift selbst wird per Knopfdruck gesteuert: Entweder befindet sich die Bedieneinheit festinstalliert am Lift oder es wird mit dem Treppenlift eine Fernbedienung geliefert.
Dabei ist der Treppenlift mit allerlei Sicherheitsvorkehrungen für einen unfallfreien Betrieb ausgestattet. Sitzlifte besitzen einen Sicherheitsgurt, mit dem Sie sich problemlos anschnallen können. An Plattform- und Hubliften sind Klappschranken und Abrollklappen installiert, die einen sicheren Betrieb mit einem Rollstuhl oder Rollator ermöglichen.
Die Treppenliftschienen werden an den Treppenverlauf angepasst. Dabei gibt es zwei Möglichkeiten der Befestigung: Entweder über ein Gerüst direkt auf den Treppenstufen oder die Montage an der Wand des Treppenhauses. Die Befestigungsart ist oft von der geplanten Belastung abhängig. Für einfache Liftmodelle, die nur wenig Gewicht tragen müssen, reichen sogenannte Einfachschienen-Systeme. Größere Treppenlifte benötigen Zweifach- oder Dreifachschienen, damit sich die Traglast gleichmäßig verteilt.
Sich für einen Treppenlift zu entscheiden und damit das Wohnumfeld barrierefrei zu gestalten, bringt etliche Vorteile mit sich:
Es gilt: Je länger und kurviger die Treppe, desto teuer wird das Unterfangen Treppenlift. Lifte für gerade Treppen können schon für wenig Geld erhältlich sein. Bei Podest- oder Kurventreppen hingegen wird eine Maßanfertigung nötig, die den Preis für die Treppenliftschienen maßgeblich beeinflusst.
Auch, ob man sich für einen Sitz- oder Plattformlift entscheidet, hat Auswirkungen auf den Preis. Die gewählte Ausstattung muss ebenso eingepreist werden. Dabei sollten Sie allerdings nie am Komfort sparen! Zuschüsse der Pflegekasse oder der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) können den Preis für Sie erheblich schmälern.
Die konkreten Kosten für den Treppenlift können wir Ihnen erst nach einer kostenlosen Beratung sowie nach einem Aufmaß Ihrer Treppe zusammenstellen. Folgende Tabelle gibt eine erste Orientierung:
Treppenlift-Typ | gerade Treppe | kurvige Treppe |
Sitzlift | ab 3.500 Euro | ab 8.000 Euro |
Plattformlift | ab 9.000 Euro | ab 15.000 Euro |
Stehlift | ab 4.000 Euro | ab 4.000 Euro |
Die Kosten für einen Hublift berechnen sich entlang der erforderlichen Transporthöhe. Bis zu einer Höhe von 1,79 Metern beginnen die Preise ab 5.700 Euro. Bei einer Höhe von bis zu drei Metern sind für den Hublift etwa ab 17.500 Euro zu kalkulieren.
Neben dem Kauf eines neuen Treppenlifts, bestehen außerdem die Möglichkeiten, einen Lift gebraucht zu kaufen oder zu mieten. Wir beraten Sie gerne zu Ihren Optionen.
Welcher Treppenlift der richtige ist, variiert je nachdem, wie stark die persönlichen Einschränkungen sind und ob man beispielsweise in allen Etagen Platz für einen Rollstuhl-Stellplatz hat. Die wichtigsten Typen, die Sie kennen sollten, sind der Sitzlift, der Plattformlift und der Hublift.
Sitzlifte können oft an günstigen Einfachschienen entlangfahren und können von allen Personen genutzt werden, die in der Lage sind, sich selbstständig zu setzen oder umzusetzen. Einfach reinsetzen und losfahren!
Plattformlifte eignen sich vor allem für Personen, die im Rollstuhl sitzen oder auf einen Rollator angewiesen sind. Deshalb können Plattformlifte auch mit höherem Gewicht belastet werden.
Hublifte arbeiten wie Hebebühnen in rein senkrechter Richtung. Das bedeutet, sie arbeiten parallel zur Treppe und folgen nicht dem exakten Treppenverlauf. Hublifte können mit bis zu 350kg belastet werden.
Treppenlifte lassen sich nahezu überall einbauen. Auch Wendeltreppen sind kein Hindernis für die barrierefreie Umgestaltung. Wichtig ist, dass die Mindestbreite der Treppenstufen in privaten Wohngebäuden mindestens 70 Zentimeter beträgt. Bauvorschriften besagen, dass in öffentlichen Gebäuden eine Mindestbreite von 80 Zentimetern gewahrt werden muss. In Mehrfamilienhäusern sind es sogar 100 Zentimeter. Wichtig ist auch, dass der Handlauf erreichbar bleibt und Fluchtwege nicht verstellt werden.
Da der Treppenlift kein medizinisches Hilfsmittel ist, übernimmt die Krankenkasse die Kosten für den Einbau nicht. Allerdings besteht die Möglichkeit, einen Zuschuss von der Pflegekasse zu erhalten. Voraussetzung ist das Vorliegen eines Pflegegrades. Die Höhe des Pflegegrades ist dabei unerheblich. Ist diese Voraussetzung erfüllt, bezuschusst die Pflegekasse die Einbaukosten mit einer Zahlung von bis zu 4.000 Euro.
Vor allem an Hauseingängen von Wohnhäusern, aber auch öffentlichen Gebäuden oder Arztpraxen kommen Treppenlifte im Außenbereich zum Einsatz. Oft findet hier der Hublift Verwendung. Ein Treppenlift im Außenbereich muss allerdings besonders vor Wind und Wetter geschützt werden. Die Elektronik muss gut gegen eindringende Feuchtigkeit geschützt werden. Um die Funktionalität zu gewährleisten, sollten Treppenlifte im Außenbereich häufiger gewartet werden als Lifte im Innenbereich.
Wer einen Treppenlift einbauen lässt, profitiert seit 2014 auch steuerlich davon: Der Treppenlift lässt sich unter bestimmten Voraussetzungen als außergewöhnliche Belastung in der Einkommenssteuererklärung geltend machen. Die Steuererleichterung setzt dann ein, wenn eine medizinische Notwendigkeit für den Einbau vorliegt. Diese muss ärztlich nachgewiesen werden. Außerdem muss die Notwendigkeit schon zum Zeitpunkt des Einbaus eingetreten sein und nicht nur zu erwarten.